Profile in Lebertransplantation
Prof. Dr. med. Verena Keitel-Anselmino
doctorProf. Dr. med. Verena Keitel-Anselmino ist seit 1. September 2021 Direktorin der Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie am Universitätsklinikum Magdeburg (Otto-von-Guericke-Universität) und leitet dort auch die Behandlung von Leber- und Gallenwegserkrankungen. Vor ihrem Ruf nach Magdeburg war sie Oberärztin an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wo sie sich habilitierte und 2015 zur W2-Professorin für Innere Medizin ernannt wurde. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gallensalzsignalling und der translationalen Erforschung cholestatischer Lebererkrankungen.
Dr. Ursula Ehmer
doctorDr. Ursula Ehmer ist Oberärztin und Forschungsgruppenleiterin an der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Klinikums rechts der Isar der TU München und leitet dort seit 2017 das Lebertransplantationsprogramm. Sie studierte Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (1997-2004) und promovierte summa cum laude zur Variabilität der hepatischen Glucuronidierung und UDP-Glucuronosyltransferase-Polymorphismen; zusätzlich erwarb sie einen PhD in Molekularer Medizin an der Hannover Biomedical Research School zur Regulation genetischer Variation. Nach klinischer Ausbildung in Gastroenterologie und Hepatologie forschte sie von 2009 bis 2012 als Postdoktorandin an der Stanford University und habilitierte sich 2018 im Fach Innere Medizin. Ihre Forschung befasst sich mit der Genetik von Hepatozyten, arzneimittelmetabolisierenden Enzymen, der Zellproliferationskontrolle über den Hippo-Signalweg sowie der Genomik von Leberkrebs; hierzu hat sie zahlreiche Arbeiten zur Regulation von UDP-Glucuronosyltransferasen, zu Mechanismen von Lebererkrankungen und zur translationalen Krebsforschung veröffentlicht. Für ihre Forschung wurde sie u. a. mit dem Ernest and Emilia Gallo Fellowship und einer Postdoktorandenförderung der Mildred-Scheel-Stiftung ausgezeichnet.
Prof. Dr. Robert Thimme
doctorProf. Dr. Robert Thimme ist Medizinischer Direktor der Klinik für Innere Medizin II (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie) am Universitätsklinikum Freiburg. Werdegang: Thimme promovierte 1994 summa cum laude in Virologie an der Universität Freiburg. Von 1998 bis 2001 forschte er als Postdoktorand am Scripps Research Institute in Kalifornien. 2005 erhielt er eine Juniorprofessur für Hepatitis-Virusinfektionen, 2009 eine Heisenberg-Professur (W2/W3) in Hepatologie. Seit 2013 ist er Medizinischer Direktor der Klinik für Innere Medizin II. Forschung: Thimmes Forschung konzentriert sich auf Immunantworten bei Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Virus-Infektionen sowie beim hepatozellulären Karzinom. Er koordiniert das HEP-CAR-Konsortium und ist Co-Sprecher des Sonderforschungsbereichs SFB/TRR 179. Zudem leitet er das Berta-Ottenstein-Programm zur Förderung klinischer Wissenschaftler:innen.
Prof. Dr. med. Daniel Candinas
doctorProf. Dr. med. Dr. h.c. Daniel Candinas ist seit 2011 Direktor der Universitätsklinik für Viszerale Chirurgie und Medizin am Inselspital Bern und leitet dort das Transplantationszentrum sowie das Leberzentrum Bern; von 2016 bis 2021 war er zudem Vizerektor Forschung der Universität Bern. Er studierte Humanmedizin an der Universität Zürich (1981-1987) und promovierte 1991 mit einer Arbeit zur Qualitätssicherung in der Wahleingriffschirurgie; 1994 erwarb er den Facharzttitel für Chirurgie und habilitierte sich 1997 in Zürich im Fach Allgemein- und Transplantationschirurgie. Seine klinische Ausbildung führte ihn unter anderem an die Leberchirurgie des Queen Elizabeth Hospital Birmingham (1993-1994) sowie als Fellow und Instructor an die Harvard Medical School (1994-1996), bevor er leitende Positionen in Zürich und Birmingham übernahm. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Transplantationsimmunologie, der Leberchirurgie und zellulären Mechanismen der Organabstoßung, unter anderem zum Einfluss von Geschlechter-Mismatch auf die chronische Abstoßung von Leber-Allografts sowie zu Hypoxie-vermittelten Signalwegen.
Prof. Dr. Herbert Tilg
doctorProf. Dr. Herbert Tilg ist seit 2012 Klinikdirektor der Universitätsklinik für Innere Medizin I (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Stoffwechsel) an der Medizinischen Universität Innsbruck. Er studierte Humanmedizin an der Universität Innsbruck (1980-1986), wurde 1992 Facharzt für Innere Medizin und erwarb Zusatzqualifikationen in Gastroenterologie/Hepatologie (1996), Onkologie (1997) und Intensivmedizin (2001). Forschungsaufenthalte führten ihn an die Tufts University zu Charles Dinarello (1991-1993) und an die Université Leuven (1997); von 1994 bis 2001 war er leitender Oberarzt der Universitätsklinik für Innere Medizin Innsbruck, ab 2002 leitete er die Innere Medizin am Landeskrankenhaus Hall. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf chronischen Entzündungsprozessen und Entzündungsmediatoren (Zytokinen) in der Gastroenterologie und Hepatologie, insbesondere bei Fettlebererkrankungen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen; er ist seit 2009 Associate Editor der Fachzeitschrift GUT. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Friedrich-Wewalka-Preis (1992), der Falk-Preis (2006) und der Tiroler Landespreis für Wissenschaft (2021); 2022 wurde er in die Academia Europaea gewählt, 2023 als Highly Cited Researcher ausgezeichnet.
Dr. med. Herbert Spelter
doctorDr. med. Herbert Spelter ist Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Zusatzqualifikation spezielle Viszeralchirurgie und Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und onkologische Chirurgie am Helios Universitätsklinikum Wuppertal, Campus Barmen. Er ist zudem Mitglied des Teams des dortigen Leberzentrums und an der chirurgischen Versorgung von Lebererkrankungen, unter anderem im Rahmen von Lebertransplantationen, beteiligt.
Prof. Dr. med. Florian Gebauer
doctorProf. Dr. med. Florian Gebauer ist Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Zusatzbezeichnung spezielle Viszeralchirurgie und seit Dezember 2022 Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und onkologische Chirurgie sowie Leiter des Chirurgischen Zentrums am Helios Universitätsklinikum Wuppertal; er hält zugleich einen Lehrstuhl für Chirurgie II an der Universität Witten/Herdecke. Er erhielt seine Approbation 2008 in Hamburg und begann seine chirurgische Ausbildung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf unter Prof. Jakob R. Izbicki; von 2017 bis 2022 war er Oberarzt und Leiter der klinischen Forschung sowie stellvertretender Leiter des Pankreaszentrums am Universitätsklinikum Köln. Seine Habilitation (2016) befasste sich mit der funktionellen und prognostischen Bedeutung von Zelladhäsionsmolekülen beim Fortschreiten des Pankreaskarzinoms. Er leitet Forschungsgruppen zur Progression von Pankreastumoren und zu oligometastasierten Erkrankungen und ist Hauptprüfer der klinischen Studie HOLIPANC zur neoadjuvanten Chemotherapie bei Pankreaskarzinom mit Lebermetastasen. Klinisch liegt sein Schwerpunkt auf komplexer Tumorchirurgie, insbesondere an Bauchspeicheldrüse und Speiseröhre sowie bei minimalinvasiven Operationsverfahren, und er ist zudem im Leberzentrum des Klinikums an der chirurgischen Versorgung von Lebererkrankungen beteiligt.
Univ.-Prof. Dr. Tom Lüdde
doctorProf. Dr. med. Dr. phil. Tom Lüdde ist seit 1. August 2020 Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) und trat damit die Nachfolge von Prof. Dr. Dieter Häussinger an. Werdegang: Lüdde studierte von 1994 bis 2001 Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und promovierte 2002 mit Bestnote zum Thema Leberregeneration (Promotionspreis der MHH). Nach einem Forschungsaufenthalt an der University of North Carolina (2000) und einer zweiten Promotion (Dr. phil., summa cum laude, 2004) war er von 2002 bis 2004 Assistenzarzt in Hannover, absolvierte 2005–2007 einen Postdoc am EMBL und der Universität zu Köln und war von 2007 bis 2010 Assistenzarzt am Universitätsklinikum Aachen. 2009 habilitierte er sich (Habilitationspreis der RWTH Aachen), 2014 wurde er W3-Professor auf Lebenszeit in Aachen. Forschung: Lüddes Forschung konzentriert sich auf die personalisierte Behandlung gastrointestinaler Tumorerkrankungen mittels neuer Biomarker und künstlicher Intelligenz sowie auf die Auswirkungen von Übergewicht und Fehlernährung auf Lebererkrankungen. Er wurde mit dem Ernst-Jung-Karriereförderpreis und dem Thannhauser-Preis ausgezeichnet.
Prof. Dr. med. Johann Pratschke
doctorProf. Dr. med. Johann Pratschke ist Direktor der Chirurgischen Klinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum (CVK), und leitet dort eines der größten Lebertransplantationsprogramme Deutschlands. Sein klinischer Schwerpunkt liegt auf der Leber-, Nieren- und multiviszeralen Organtransplantation.
Prof. Dr. Armin Wiegering
doctorProf. Dr. Armin Wiegering ist Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt. Sein klinischer Schwerpunkt liegt auf der Lebertransplantation und der komplexen leberchirurgischen Behandlung gutartiger und bösartiger Lebererkrankungen.